Dienstag, 26. Oktober 2010

Wer denkt sich eigentlich immer diese bescheuerten Slogans aus?

Auch wenn die Aktion an sich natürlich gut ist stellt sich trotzdem eine einfache Frage: Wer denkt sich die bescheuerten Slogans aus? "Eisenach liest ein Buch" und "Eisenach kauft ein Buch" erinnern fatal an "Die ostfriesische Landesbibliothek mußte geschlossen werden. Jemand hat das Buch geklaut."

Mindestens genauso seltsam war das Jahresthema 2008: Eisenach - die Wartburgstadt glänzte immer durch Musik

Zitat aus: Leser spenden Bücher - thueringer-allgemeine.de
Leser spenden Bücher

Mit einer ungewöhnlichen und Erfolg versprechenden Aktion will der Förderverein der Eisenacher Stadtbibliothek für zusätzliche Bücher in der Ausleihe sorgen. Und so heißt es seit Montag in drei Buchläden: Eisenach kauft ein Buch.

[...] Die neue Aktion des Fördervereins knüpft an ein früheres Projekt an, das unter dem Motto "Eisenach liest ein Buch" stand. Zum gestrigen Aktionsstart in der "Eule" wurden die ersten Bücher verkauft.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Oktober"fest" in Eisenach

Groß angekündigt - aber was war's wirklich? Der übliche verkaufsoffene Sonntag. "Aufgepeppt" mit grandiosen Attraktionen:



Ja, das war's tatsächlich schon. Kein Witz. Ich habe noch ein paar kurze Videos. Mit dem Handy aufgenommen & live gestreamt. Deswegen ist die Qualität nicht so besonders. (War außerdem mein 1. Versuch mit Bambuser. Sorry.)



Weitere (Handy-)Videos vom "Ereignis" gibt es hier.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Sonntag, 12. September 2010

Tweet from Masahiro FUTAKI (mfutaki)

Oh cool. Ich weiß zwar nicht was es heißt aber es kommt Eisenach darin vor & und es sieht sehr dekorativ aus.

Masahiro FUTAKI (mfutaki):
今夜のドイチュラントラジオ、ベルリン古楽アカデミー(ハンス=クリストフ・ラーデマン指揮)の《聖母マリアの夕べの祈り》を中継した余りの時間で、ベネディクト・メイソンの新作《Eisenach》(2006-2010)を放送するようだ. http://bit.ly/bViVeX

http://twitter.com/mfutaki/status/24304602594

(Sent via Seesmic http://www.seesmic.com)

Posted via email from lgebauer's posterous

Ohne Worte.

Zitat aus: Allgemein
Allein ein Not-WC dabei zu haben beruhigt den Darm und die Sinne.

Freitag, 10. September 2010

Die De-Elektrifizierung Eisenachs schreitet voran

Das in der Solarbranche gemogelt und getrickst wird ist ja nichts Neues und deswegen kaum erwähnenswert. Die Jubel-Meldung von heute ist allerdings besonders krass:

Zitat aus: Eisenachs Öko-Bilanz kann sich sehen lassen - tlz.de
Eisenachs Öko-Bilanz kann sich sehen lassen

Und die Photovoltaikanlage [auf dem Dach des City-Parkhauses] läuft schon und produziert etwa 79 000 Kilowattsttunden im Jahr. Damit könnten rein rechnerisch 24 Drei-Familien-Häuser mit Strom versorgt werden.
24 Drei-Familien-Häuser? Also insgesamt 72 Familien? Unglaublich!

Nun, "rein rechnerisch" ist das durchaus möglich. Es wäre sogar noch mehr möglich. Je nachdem, wie die De-Elektrifizierung Eisenachs voranschreitet.

"Rein rechnerisch" kommen kommt bei obiger Angabe nicht ganz 1.100 kWh auf eine Familie. Dumm ist, das dies noch nichtmal für eine 1-Personen-"Familie" reicht. Diese hat nämlich nach VDEW schon einen Durchschnittsverbrauch von etwa 1.600 kWh/Jahr. Der Durchschnittsverbrauch einer 2-Personen-Familie liegt bei etwa 2.800 kWh/Jahr. (Dreipersonen-Haushalt etwa 3.900 kWh, Vierpersonen-Haushalt etwa 4.500 kWh, Fünf-oder mehr Personen etwa 5.300 kWh)

Gehen wir der Einfachheit halber von einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 kWh/jahr aus, so relativiert sich obige Jubel-Meldung enorm: Der erzeugte Strom reicht gerade mal für 23 Familien bzw., wenn man so möchte, für nichtmal 8 Drei-Familien-Häuser.
Eine Waltershäuser Firma hat die Anlage gebaut, und zwar wegen sehr flachen Neigung des 1000 Quadratmeter großen Daches mit dafür geeigneten Dünnschicht-Modulen, insgesamt 1197 Stück. Die Kosten für die Solaranlage belaufen sich auf etwa 230 000 Euro, die die Stadtwirtschaft Eisenach bereit stellt.
Auch das erscheint interessant: Der durchschnittliche Strompreis liegt bei etwa 0,22 €/kWh. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3.500 kWh/Jahr kostet der Strom also etwa 770 €/Jahr. Alle unsere 23 Familien zusammen zahlen also etwa 17.700 €/Jahr. Bei einer Investitionssumme von 230.000 € benötigt man also rund 13 Jahre um diese wieder "hereinzuholen". (Etwaige Unterhalts- oder Reparaturkosten nicht mitgerechnet.) Welche Lebensdauer hat diese Solaranlage? - Vermutlich wäre es billiger, den Strom 10 Jahre lang an die Verbraucher zu verschenken.

Eisenach ist pleite. Wen wundert das?