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Freitag, 10. September 2010

Die De-Elektrifizierung Eisenachs schreitet voran

Das in der Solarbranche gemogelt und getrickst wird ist ja nichts Neues und deswegen kaum erwähnenswert. Die Jubel-Meldung von heute ist allerdings besonders krass:

Zitat aus: Eisenachs Öko-Bilanz kann sich sehen lassen - tlz.de
Eisenachs Öko-Bilanz kann sich sehen lassen

Und die Photovoltaikanlage [auf dem Dach des City-Parkhauses] läuft schon und produziert etwa 79 000 Kilowattsttunden im Jahr. Damit könnten rein rechnerisch 24 Drei-Familien-Häuser mit Strom versorgt werden.
24 Drei-Familien-Häuser? Also insgesamt 72 Familien? Unglaublich!

Nun, "rein rechnerisch" ist das durchaus möglich. Es wäre sogar noch mehr möglich. Je nachdem, wie die De-Elektrifizierung Eisenachs voranschreitet.

"Rein rechnerisch" kommen kommt bei obiger Angabe nicht ganz 1.100 kWh auf eine Familie. Dumm ist, das dies noch nichtmal für eine 1-Personen-"Familie" reicht. Diese hat nämlich nach VDEW schon einen Durchschnittsverbrauch von etwa 1.600 kWh/Jahr. Der Durchschnittsverbrauch einer 2-Personen-Familie liegt bei etwa 2.800 kWh/Jahr. (Dreipersonen-Haushalt etwa 3.900 kWh, Vierpersonen-Haushalt etwa 4.500 kWh, Fünf-oder mehr Personen etwa 5.300 kWh)

Gehen wir der Einfachheit halber von einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 kWh/jahr aus, so relativiert sich obige Jubel-Meldung enorm: Der erzeugte Strom reicht gerade mal für 23 Familien bzw., wenn man so möchte, für nichtmal 8 Drei-Familien-Häuser.
Eine Waltershäuser Firma hat die Anlage gebaut, und zwar wegen sehr flachen Neigung des 1000 Quadratmeter großen Daches mit dafür geeigneten Dünnschicht-Modulen, insgesamt 1197 Stück. Die Kosten für die Solaranlage belaufen sich auf etwa 230 000 Euro, die die Stadtwirtschaft Eisenach bereit stellt.
Auch das erscheint interessant: Der durchschnittliche Strompreis liegt bei etwa 0,22 €/kWh. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3.500 kWh/Jahr kostet der Strom also etwa 770 €/Jahr. Alle unsere 23 Familien zusammen zahlen also etwa 17.700 €/Jahr. Bei einer Investitionssumme von 230.000 € benötigt man also rund 13 Jahre um diese wieder "hereinzuholen". (Etwaige Unterhalts- oder Reparaturkosten nicht mitgerechnet.) Welche Lebensdauer hat diese Solaranlage? - Vermutlich wäre es billiger, den Strom 10 Jahre lang an die Verbraucher zu verschenken.

Eisenach ist pleite. Wen wundert das?

Freitag, 19. März 2010

Gute Chancen für Solar-Kompromiss == Strompreise explodieren

Wirtschaftsministerium: Gute Chancen für Solar-Kompromiss

Der Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) sieht gute Chancen, die geplante Kürzung der Solarförderung durch die Bundesregierung teilweise verhindern zu können. "Der Druck der Länder zeigt erste Erfolge", sagte Machnig angesichts neuerlicher Beratungen innerhalb der Fraktionen.

Das durch die Förderung der Solarenergie die Strompreise weiter ansteigen werden ignoriert Matthias Machnig (SPD!). Oder es ist ihm schlicht egal.
19.03.2010
Erneuerbare Energien
Solarboom lässt Strompreise explodieren

Der Solarboom wird 2011 teuer für alle Stromkunden. Einem Zeitungsbericht zufolge rechnen Stromriesen und Wissenschaftler mit Preiserhöhungen von zehn Prozent. Die Zahl der Öko-Anlagen ist stärker gestiegen als gedacht - die höheren Förderkosten werden auf die Verbraucher umgelegt.

Das der gleiche Minister dafür plädiert, weitere Landschaften mit Windkraftanlagen zu verhunzen paßt dabei nur in's Bild.
Windparks und Image-Kampagne: CDU geht Machnig an

Der CDU-Fraktion im Landtag geht das Treiben von SPD-Wirtschaftsminister Machnig offenbar zu weit: Seine Idee, auf einem Prozent der Landesfläche Windräder aufzustellen, wiesen Abgeordnete als "nicht vermittelbar" zurück. Fraktionschef Mohring persönlich ging Machnig an, weil dieser die "Denkfabrik Thüringen" abschaffen will.

Sonntag, 17. Januar 2010

Solarschwindel

Siehe auch: http://eisenach03691.blogspot.com/search/label/Bürgersolarpark.

Zitat(e) aus / Quote(s) from: EisenachOnline - Nachricht - Solarstrom bei Herrn Bach
Solarstrom bei Herrn Bach
Mi 13.01.2010 10:53

Eisenach - Am 22.12.2009 sind auf den Dächern der Bachhaus-Neubauten Solaranlagen in Betrieb gegangen. Auf 65 qm werden zusammen 7700 kWh Energie/Jahr erzeugt. Der Strom wird nicht etwa eingespeist, sondern selbst verbraucht.
Hierdurch deckt das Bachhaus etwa 10 Prozent seines Strombedarfs künftig selbst. Aufgrund der für im vergangenen Jahr in Betrieb gegangene Anlagen gewährten zwanzigjährigen staatlichen Förderung ergibt sich eine dauerhafte Reduktion der Bachhaus-Energiekosten um etwa 25 Prozent. (pm/baha/rbr)

[...]

Zitat(e) aus / Quote(s) from: EisenachOnline - Nachricht - Solaranlagen auf Vormarsch in Eisenach
Solaranlagen auf Vormarsch in Eisenach
Do 14.01.2010 14:17

Eisenach - Die Photovoltaik-Anlage an der Werner-Aßmann-Halle, die seit Mai 2005 im Betrieb ist, speiste im vergangenen Jahr 7380 Kilowattstunden Solarstrom ins öffentliche Netz ein. Die eingespeiste Energie reicht aus, den Verbrauch von zwei Vier-Personen-Haushalten zu decken. Der Wert entspricht fast dem des Vorjahres, als es mit knapp 7423 Kilowattstunden geringfügig mehr war. Insgesamt wurden 2009 somit rund 4,6 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid eingespart, das bei der Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen anfallen würde.

[...] 2009 sind in Eisenach Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt rund einem Megawatt neu ans Netz gegangen.
Highlights waren dabei eine Bürgersolaranlage auf einer Lagerhalle mit einer Kapazität von 355 Kilowatt, eine Anlage auf den Dächern der Agrargenossenschaft Neukirchen mit 150 Kilowatt sowie die Anlage auf der REWE-Kaufhalle am Friedhof mit ebenfalls 150 Kilowatt Leistung. Aber auch kleinere Anlagen auf Wohngebäuden werden immer beliebter, da die Modulpreise immer günstiger werden.

Eisenach nimmt damit weiterhin eine Vorreiterrolle in Thüringen beim Ausbau der Photovoltaik ein, insbesondere bei der Erschließung von innerstädtischen Dachflächen. Die Gesamtleistung aller installierten PV-Anlagen in Eisenach beträgt mittlerweile zwei Megawatt.

[...]

Zitat(e) aus / Quote(s) from: Teurer Ökostrom: Wie die Solarlobby bei Subventionen trickst - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
13.01.2010
Teurer Ökostrom
Wie die Solarlobby bei Subventionen trickst
Von Anselm Waldermann

Offiziell geben sich Solarkonzerne bescheiden: Die Subventionen für die Branche könnten in diesem Jahr radikal sinken, beteuern Lobbyisten. Doch in Wahrheit wollen die Ökofirmen weitere Milliarden kassieren - Verbraucherschützer fürchten gigantische Kosten für Stromkunden.

Hamburg - Die Welt könnte so einfach sein: Auf der einen Seite stehen die Stromkonzerne, die ihren Kunden das Geld aus der Tasche ziehen und die Umwelt verpesten. Auf der anderen Seite befinden sich die Solarfirmen. Sie bieten sauberen Strom zu fairen Preisen, schließlich scheint die Sonne für jeden umsonst.

"Aber so einfach ist es nicht", sagt Holger Krawinkel vom Bundesverband der Verbraucherzentralen. "Es gibt nicht die Bösen und die Guten."

Die Sorge des Verbraucherschützers: Solarstrom wird in Deutschland immer teurer. Allein im vergangenen Jahr sind für die Stromkunden Kosten von rund zehn Milliarden Euro entstanden (siehe Kasten in der linken Spalte).

[...]

Sonntag, 6. Dezember 2009

Wird ja auch Zeit...

Zitat(e) aus / Quote(s) from: Protest gegen Solarförderung: Wirtschaftsweiser bricht mit deutscher Ökostrompolitik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
05.12.2009
Protest gegen Solarförderung
Wirtschaftsweiser bricht mit deutscher Ökostrompolitik

Die Regierung fördert Solarstrom mit riesigen Beträgen - und begeht damit einen riesigen Fehler, warnt der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt. Im SPIEGEL nennt er die Sonnenenergie die teuerste aller Techniken, um CO2 zu vermeiden: Inzwischen bedrohe sie Jobs und belaste die Kaufkraft der Bürger.

[...] Nach Rechnung von Schmidt summieren sich die Nettokosten für alle von 2000 bis 2008 installierten Anlagen über die Laufzeit von 20 Jahren auf rund 35 Milliarden Euro. Bliebe die Subventionierung unverändert, ergäben sich bis 2010 Kosten von gut 53 Milliarden Euro. Die Produktion von Solarstrom sei die teuerste aller Technologien, um CO2 zu vermeiden, so Schmidt: "Die Ausgaben sind enorm."

[...]

Freitag, 4. Dezember 2009

Die Öko-Theologie

Zitat(e) aus / Quote(s) from: EKM - Archiv Pressestelle Eisenach - Landesbischöfin ruft Gemeinden zur Fürbitte für Klimakonferenz auf
PM 139 — 03.12.2009
Landesbischöfin ruft Gemeinden zur Fürbitte für Klimakonferenz auf
"Wir alle können etwas tun"

Landesbischöfin Ilse Junkermann ruft die Gemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) zur Fürbitte anlässlich der am Montag (7.12.) beginnenden UN-Klimakonferenz in Kopenhagen auf. "Lassen Sie uns beten für die Beratungen und Verhandlungen auf dem Klimagipfel, dass sich die Teilnehmer ganz vom Willen um freundliche Lebensbedingungen für alle Geschöpfe auf dieser Erde leiten lassen ", so die Bischöfin.

Die prognostizierten Folgen der Klimaveränderungen seien beängstigend. Die Szenarien, was die Menschheit an Belastungen zu erwarten habe, würden bereits Realität. Als Beispiele nennt Junkermann das Ausbleiben von lebensnotwendigen Regenzeiten in Teilen Afrikas, Fluchtbewegungen angesichts verheerender Überschwemmungen und Wetterextreme in rascher Folge. "Wir in den reichen Ländern der Erde tragen mit unserem ungebremsten Energieverbrauch die Hauptschuld an der Misere. Damit sind wir auch besonders verantwortlich."
Die Weltfamilie müsse am Verhandlungstisch bleiben und sich auf konkrete Ziele für die Reduzierung von Treibhausgasen einigen. Aber auch jede und jeder könne etwas beitragen. "In jedem Haushalt, jedem Büro, an jedem Arbeitsplatz kann Energie eingespart werden." Man könne auf unnötige Autofahrten verzichten oder bei Stand-by-Schaltungen den Stecker ziehen.

Die Landesbischöfin verweist zugleich darauf, welche Überzeugungen ein solches persönliches Engagement tragen können: "Das Leben ist uns geschenkt. Uns das bewusst zu machen, hilft, sorgsam mit der Gabe des Lebens umzugehen. Die Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer öffnet uns die Augen für die Umwelt und für das Lebensrecht unserer Nachkommen."

[...]

Zitat(e) aus / Quote(s) from: Global Warming as Religion and not Science
Global Warming as Religion and not Science
Men never do evil so completely and cheerfully as when they do it from religious conviction.
Blaise Pascal

It was Michael Crichton who first prominently identified environmentalism as a religion. That was in a speech in 2003, but the world has moved on apace since then and adherents of the creed now have a firm grip on the world at large.

Global Warming has become the core belief in a new eco-theology. The term is used as shorthand for anthropogenic (or man made) global warming. It is closely related to other modern belief systems, such as political correctness, chemophobia and various other forms of scaremongering, but it represents the vanguard in the assault on scientific man.

The activists now prefer to call it “climate change”. This gives them two advantages:
  1. It allows them to seize as “evidence” the inevitable occurrences of unusually cold weather as well as warm ones.
  2. The climate is always changing, so they must be right.
Only the relatively elderly can remember the cynical haste with which the scaremongers dropped the “coming ice age” and embraced exactly the opposite prediction, but aimed at the same culprit – industry. This was in Britain, which was the cradle of the new belief and was a response to the derision resulting from the searing summer of 1976. The father of the new religion was Sir Crispin Tickell, and because he had the ear of Prime Minister, Margaret Thatcher, who was engaged in a battle with the coal miners and the oil sheiks, it was introduced into international politics with the authority of the only major political leader holding a qualification in science. The introduction was timely yet ironic since, in the wake of the world’s political upheavals, a powerful new grouping of left-wing interests was coalescing around environmental issues. The result was a new form of godless religion. The global warming cult has the characteristics of religion and not science for the following reasons.

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Klimabetrüger

Zitat(e) aus / Quote(s) from: Erderwärmung: Getrickst? Klimaforscher Jones lässt Amt ruhen - Nachrichten Wissenschaft - WELT ONLINE
Erderwärmung
Getrickst? Klimaforscher Jones lässt Amt ruhen
Von Ulli Kulke 2. Dezember 2009, 17:21 Uhr

[...] Monat für Monat konnte man auf der Tabelle einer Webseite verfolgen, welche globale Durchschnittstemperatur die Klimaforscher der Universität von East Anglia gerade neu ermittelten. Bis vergangene Woche. Da hatten die Forscher des Klimainstituts (CRU) der Universität plötzlich ihre eigenen Daten der letzten neun Monate wieder gelöscht. Eine Sprecherin der Universität begründete dies gegenüber WELT ONLINE: Man „fürchte, dies habe mit dem Angriff auf den CRU-Server zu tun“.

Das könnte stimmen: Nachdem Hacker einen Teil des E-Mail-Verkehrs des Instituts veröffentlichten, besteht nun der Verdacht, dass bei den Temperatur-Angaben des CRU Unstimmigkeiten aufgetreten seien. Und dass aus dem Institut heraus die Heftigkeit der weltweiten Erwärmung womöglich bewusst übertrieben dargestellt worden sein könnte. Nach dem Datenschwund fehlt nun obendrein auch noch der Chef: Phil Jones, Direktor des Instituts, zentrale Figur des Weltklimarats IPCC und dessen wichtigster Temperaturmesser, lässt sein Amt ruhen – zumindest bis seine Temperaturerhebungen von unabhängiger Seite überprüft wurden.

[...]

Eine der „gehackten“ E-Mails des CRU-Direktors Jones nämlich wird seit einer Woche besonders eifrig diskutiert. Darin offenbart Jones einem Kollegen, er habe soeben für seine statistische Kurve Michael Manns „Trick“ angewandt, um einen Temperaturrückgang „zu verstecken“. Er und Kollegen räumten jetzt ein, die Wortwahl sei problematisch, der Begriff „Trick“ stehe aber nur für die „kluge Lösung“ eines Problems, die wissenschaftlich statthaft sei.

Hintergrund jenes Tricks: Mann wollte für seine Hockeyschläger-Kurve das Klima der letzten 1000 Jahre anhand von Proxy-Daten wie zum Beispiel Baumringen nachzeichnen, stellte aber bei seinen hölzernen Zeugen der Vergangenheit fest, dass der Rhythmus der Baumringe nach 1960 eine Abkühlung statt der tatsächlichen Erwärmung signalisierten.

Also setzte Mann für seine Darstellung des Klimas des letzten Jahrtausends kurzerhand für die jüngste Zeit die an Thermometern gemessenen Temperaturen ein. Kritiker bemängeln daran zwei Dinge: Zum einen sei dieser „Trick“ nicht genügend transparent. Zum zweiten mag das Thermometer seit 1960 zwar die richtigen Temperaturen angezeigt haben. Aber wenn da Manns Proxy-Daten so falsch lagen, wie könne sich der Forscher dann sicher sein, dass sie für die vergangenen 1000 Jahre korrekt waren?

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Zitat(e) aus / Quote(s) from: Taking the private jet to Copenhagen - Times Online
November 29, 2009
Taking the private jet to Copenhagen

Any celebrity flying the green flag needs glittering eco-credentials. But how do they justify the fleet of customised planes, the luxury homes and the posse of servants?

Hypocrisy is the vice we find hardest to forgive, but it’s also the one we most enjoy discovering in others. And nothing piques our interest more than eco-hypocrisy as practised by the “green” celebrities who have been spouting green virtue but spewing out hundreds of tons of carbon from their private jets or multiple holiday homes around the globe.

[...]

After all, it seems fairly clear that celebrity advocacy of green lifestyles does actually work, at least in the sense that it has made green concerns extremely fashionable.

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Zitat(e) aus / Quote(s) from: Armed and Dangerous » Blog Archive » Facts to fit the theory? Actually, no facts at all!
Facts to fit the theory? Actually, no facts at all!

It just keeps getting better and better. Now we learn that the CRU has admitted to throwing away the primary data on which their climate models were based. I quote: “We do not hold the original raw data but only the value-added (quality controlled and homogenised) data.”

This means that even the CRU itself has no idea how accidentally corrupt or fraudulently altered its data might be. And the IPCC reports used the CRU’s temperature reconstructions as a gold standard. So did other climatologists all over the world. And now they can’t be verified! Without a chain of provenance tieing them back to actual measurements, every single figure and trendline in the CRU reconstructions might as well be PDOOMA, a fine old engineering acronym expanding to “Pulled Directly Out Of My Ass”.

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Montag, 30. November 2009

Klimaschwindel

Zitat(e) aus / Quote(s) from: Klimadebatte: Heizt sich die Erde denn nun auf oder nicht? - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE
Klimadebatte
Heizt sich die Erde denn nun auf oder nicht?
Von Ulli Kulke 29. November 2009, 09:37 Uhr

Noch in den 70er-Jahren befürchteten Forscher eine neue Eiszeit. Inzwischen warnen die meisten Experten vor einer Überhitzung der Erde. Doch bleiben langfristige Prognosen recht unsicher. Zudem wird an beiden Szenarien sehr viel Geld verdiennt – Skepsis ist angebracht.

Als wäre es eine Meldung aus unseren Tagen: Was das Klima anging, schrieb das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ im Jahr 1970, so „befürchten viele Meteorologen, dass es einen ‚Punkt ohne Umkehr’ geben mag“, ab dem die Entwicklung nicht mehr aufzuhalten sei. Schon ein Extremereignis im Nordatlantik sei hinreichend dafür.

Klimaforscher Reid Bryson aus den USA und viele seiner Kollegen befürchteten damals allerdings keinen Hitzekollaps unserer Erde, sondern eine neue globale Eiszeit, durch menschliches Verschulden. Nur fünf Prozent zusätzliche Wolken durch Luftverschmutzung, vor allem durch Autos und Flugzeuge, könnten die mittlere Temperatur um vier Grad herabsetzen, sagte Bryson. Das Extremereignis, das er kommen sah: Die Bildung einer Rekordmenge von Eis im Nordmeer, das durch Reflektion die warmen Sonnenstrahlen ins Weltall zurückwerfe, und so die Erde noch viel stärker erkalte lasse.

Die Eiszeit bliebt aus.

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Montag, 23. November 2009

Der Klimaschwindel

Zitat(e) aus / Quote(s) from: Manipulationsvorwürfe: Die Tricks der Forscher beim Klimawandel - Nachrichten Wissenschaft - WELT ONLINE
Manipulationsvorwürfe
Die Tricks der Forscher beim Klimawandel
Von Ulli Kulke 22. November 2009, 19:03 Uhr

Hacker haben 1072 interne E-Mails von Forschern eines renommierten britischen Klimawandel-Forschungsinstituts im Internet publiziert. Die so an die Öffentlichkeit gebrachten Dokumente erregen nun unter anderem den Verdacht, dass Datensätze verändert wurden. Das beschert der Zunft ein Glaubwürdigkeitsproblem.

[...]

Das CRU zählt zu den wichtigsten Datenlieferanten für den Weltklimarat IPCC, der seit Jahren davor warnt, dass die Menschheit vor einer selbst verschuldeten Klimakatastrophe stehe. Skeptiker bezweifeln die Aussicht auf diese Katastrophe sowie die Hauptschuld des Menschen an der Klimaerwärmung im 20. Jahrhundert. Die durch Hacker an die Öffentlichkeit gebrachten Dokumente des Instituts, vor allem 1072 E-Mails, erregen nun einen vielfältigen Verdacht: unter anderem, dass Datensätze verändert wurden, um Trends zur Abkühlung zu verdecken, dass kritische Wissenschaftler aus der Meinungsfindung entfernt werden sollen, dass intern über die Abwehr unliebsamer Forschungsergebnisse diskutiert wird, und dass bestimmte E-Mails besser gelöscht werden sollten.

[...]

Kevin Trenberth, ein Atmosphärenforscher des National Center for Atmospheric Research, gesteht – soweit die Veröffentlichung korrekt ist – in einer E-Mail ein: „Fakt ist, dass wir das derzeitige Ausbleiben der Erwärmung einfach nicht erklären können, und es ist ein Hohn, dass wir es nicht können.“ Vielerlei, auch Harmloses, könnte hinter der Aufforderung in einer jener veröffentlichten E-Mails stehen, die der Empfänger auf Bitte des Absenders an Dritte weitergeben möge: „Könntest Du den gesamten E-Mail-Verkehr löschen, den Du möglicherweise mit Keith hattest, Keith wird es auch tun.“

[...]

Zitat(e) aus / Quote(s) from: Climate sceptics claim leaked emails are evidence of collusion among scientists | Environment | guardian.co.uk
Climate sceptics claim leaked emails are evidence of collusion among scientists
Leo Hickman and James Randerson guardian.co.uk, Friday 20 November 2009 18.15 GMT

Hundreds of private emails and documents allegedly exchanged between some of the world's leading climate scientists during the past 13 years have been stolen by hackers and leaked online, it emerged today.

The computer files were apparently accessed earlier this week from servers at the University of East Anglia's Climate Research Unit, a world-renowned centre focused on the study of natural and anthropogenic climate change.

Climate change sceptics who have studied the emails allege they provide "smoking gun" evidence that some of the climatologists colluded in manipulating data to support the widely held view that climate change is real, and is being largely caused by the actions of mankind.

[...]

Zitat(e) aus / Quote(s) from: Climate Emails Stoke Debate - WSJ.com
U.S. NEWS NOVEMBER 23, 2009
Climate Emails Stoke Debate
Scientists' Leaked Correspondence Illustrates Bitter Feud over Global Warming
By KEITH JOHNSON

The scientific community is buzzing over thousands of emails and documents -- posted on the Internet last week after being hacked from a prominent climate-change research center -- that some say raise ethical questions about a group of scientists who contend humans are responsible for global warming.

The correspondence between dozens of climate-change researchers, including many in the U.S., illustrates bitter feelings among those who believe human activities cause global warming toward rivals who argue that the link between humans and climate change remains uncertain.
More

Download the emails and documents (The file is over 60 MB)

[...]

Dienstag, 8. September 2009

Grünfärberei der Ökostromlobby

FTD.de | Kommentar: Grünfärberei der Ökostromlobby
07.09.2009, 14:59
Kommentar
Grünfärberei der Ökostromlobby

Falschaussagen, dubiose Prognosen, Abschottungsrufe - der Ökostromlobby scheint im Wahlkampf fast jedes Mittel recht, um ihre Besitzstände zu retten. Den Schaden hat die gute Sache.

von Claus Hecking

Manchen Vertretern der Ökostrombranche fällt die Unterscheidung zwischen Gut und Böse wunderbar leicht. Auf der ersten Seite stehen sie selbst: die Hersteller der sauberen Energie. Auf der anderen die alteingesessenen Versorger wie Eon, RWE oder Vattenfall mit ihren dreckigen Atom- und Kohlekraftwerken.
Dieser "Stromlobby", wie sie ihr liebstes Feindbild nennen, werfen Erneuerbare-Energien-Anhänger vor, alles Mögliche zu tun: Statistiken manipulieren, Gutachten erkaufen, Argumente verdrehen, Politiker umgarnen. Und manche Berliner Entscheidung lässt vermuten: Vielleicht ist da sogar etwas dran. Doch je näher der Wahltag rückt, desto öfter greifen nun auch die Cleantech-Protagonisten zu unsauberen Methoden, um ihre Besitzstände zu sichern.

Klimaeffekt gleich null

Auch die Ökostrombranche hat längst ihre Lobbyorganisationen - allen voran den Bundesverband Erneuerbare Energien. Der BEE zieht gerade ins Feld gegen die Monopolkommission der Bundesregierung sowie gegen Unions- und FDP-Politiker, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) reformieren wollen. Jenes EEG garantiert Erzeugern grünen Stroms Vergütungssätze, die zum Teil ein Mehrfaches über dem Marktpreis liegen. Das bedeutet für Deutschlands Stromverbraucher Mehrkosten in Milliardenhöhe, für die Verbandsmitglieder aber sichere Profite.

Dem BEE ist kein Argument zu abenteuerlich, um diese Privilegien zu retten. Landauf, landab propagiert er, das EEG leiste "einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz". So habe es 2008 mehr als 70 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Das mag für Laien plausibel klingen. Tatsächlich aber ist der Klimaeffekt des EEG derzeit traurigerweise gleich null.

[...]

Auch der Bundesverband Solarwirtschaft ist nicht zimperlich, wenn es um den Erhalt hoher Subventionssätze geht. Als im Frühsommer 2008 die Novelle des EEG anstand, verkündete er mit großem Trara eine Prognose, wonach sich der Ausbau der Fotovoltaik in engen Grenzen halten werde - also auch die Mehrkosten für die Verbraucher. Ergebnis: Die Fördersätze wurden nur moderat gesenkt. Nun stellt sich heraus, dass der Zubau und mit ihm die Zwangssubventionen drei- bis viermal so hoch sind. Wie kann es sein, dass sich ein Branchenkenner derart irrt?
Die deutschen Solarhersteller profitieren kaum von dem Boom. Sie leiden unter dem immer schärferen Preiswettbewerb an den Weltmärkten. Einige Firmen sind kaum noch konkurrenzfähig - vielleicht weil sie sich zu lange auf sicherem EEG-Geld ausgeruht haben.

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Samstag, 29. August 2009

Schuldenweichen für die Zukunft stellen

Darüber schreibt die TLZ (Thüringische Landeszeitung) am 28.08.2009 unter der Überschrift:
Weichen für die Zukunft stellen

Bad Salzungen. (ep) Es hat trotz vielfacher Anregungen einige Jahre gedauert, ehe auch der Wartburgkreis "in die Pötte" gekommen ist. Das Niveau der Stadt Eisenach mit ihrem Bürger-Solarpark erreicht der Kreis noch nicht, aber seit kurzem liefert eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Berufsbildungszentrums (BBZ) und Medizinische Fachschule "Am Lindig" in Bad Salzungen umweltfreundlichen Strom.

[...]

Auf dem Dach des Berufsschulzentrums wurden über eintausend Photovoltaikmodule verlegt. Die Anlage hat eine Gesamtleistung von ca. 216 KW. Der jährliche Solarstromertrag beträgt etwa 200 000 Kilowattstunden und entspricht in etwa der Strommenge die circa 64 Drei-Personenhaushalte in einem Jahr benötigen. Rechnerisch können damit bis zu rund 174 Tonnen umweltschädliches Kohlendioxid pro Jahr vermieden werden.

[...]
Leider steht nichts zur Investitionssumme im Artikel. Aber hier (Was Bündnisgrüne erreichen können, wenn man sie nur lässt) lassen sich ein paar der Zahlen zu Eisenach nachlesen. Ebenso dürfte das hier (Der 2. Teil, wem die Subventionen wirklich nutzen) interessant sein.

Nochmal zu den Solarschulden ... | egghat's blog
Nochmal zu den Solarschulden ...

[...]

Das Argument, dass es die Verbesserungen der Solarzellen nicht gegeben hätte, wenn es keine Einspeisevergütung gäbe, ist zwar eine ganz nette, aber am Ende leider unbelegbare Behauptung. Dagegen könnte ich (genauso unbelegbar) behaupten, dass man die 10 oder 20 Mrd., die bisher investiert wurden und die weniger als 1% des Stroms erzeugen, besser in die Forschung gesteckt hätte und erst jetzt mit der Produktion beginnen sollte.

Die Firma FirstSolar in den USA zeigt, dass es sehr wohl Firmen geben kann, die den Quantensprung in den Kosten ganz ohne Einspeisevergütung schaffen können. Weil sie sich nicht an den 40 Cent orientieren, sondern an den 10, die der Strom heute in den USA kostet.

Die alles entscheidende Frage muss doch sein, wie hoch man die Einspeisevergütung macht. Diese darf nicht so hoch sein, dass alle - auch die schlechten - Produzenten auf dem Markt bleiben. Die Förderung muss fordern! Sie darf natürlich auch nicht zu niedrig sein.

[...]




Mittwoch, 26. August 2009

Was Bündnisgrüne erreichen können, wenn man sie nur lässt - Teil 2

Was Bündnisgrüne erreichen können, wenn man sie nur lässt - das ist zum Beispiel sauteurer Strom. (Dieser Artikel sollte vielleicht zum besseren Verständnis vorher gelesen werden.)

Rekord-Subventionen: Chinesen überschwemmen Deutschland mit Solarzellen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
28.03.2008

Rekord-Subventionen
Chinesen überschwemmen Deutschland mit Solarzellen

Von Anselm Waldermann

Schock für die deutsche Solarbranche: Jahrelang rühmten sich die Firmen als weltweite Marktführer. Jetzt belegen aktuelle Zahlen, die SPIEGEL ONLINE vorliegen: China hat Deutschland bei der Produktion überholt. Verkauft wird die Fernost-Ware aber hierzulande - wegen der hohen Förderung.

Hamburg - Deutschland muss ein Sonnenparadies sein. In keinem Land der Welt werden so viele Solaranlagen gekauft wie hier. Im vergangenen Jahr schraubten sich die Bundesbürger Module mit einer Leistung von 1300 Megawatt auf die Dächer - fast die Hälfte der globalen Nachfrage entfiel damit auf Deutschland.

Für die Solarbranche ein Grund zum Jubel: Beim Ökostrom könne es niemand mit Deutschland aufnehmen, frohlocken die Lobbyisten vom Bundesverband Solarwirtschaft. Die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mache sich eben bezahlt.

Was die Sonnenfreunde vergessen: Die EEG-Gelder kommen immer seltener deutschen Firmen zugute. Die größten Hersteller von Solarzellen sitzen mittlerweile in Asien - und sie überschwemmen den deutschen Markt mit ihren Produkten. Das belegen aktuelle Zahlen des Branchenblatts "Photon", die SPIEGEL ONLINE exklusiv vorliegen. Die Kernaussage: China hat Deutschland bei der Solarproduktion überholt und liegt nun erstmals auf Platz eins.

[...]

Insgesamt stammen schon 65 Prozent der weltweit produzierten Solarzellen aus Asien. [...]

Der Durchstarter des Jahres ist jedoch das chinesische Unternehmen Suntech. Es hat im vergangenen Jahr ein Produktionswachstum von 110 Prozent hingelegt - und ist nun der weltgrößte Modulhersteller.

Der Staat fördert ausländische Hersteller wie deutsche

Das Besondere daran: In den asiatischen Herstellerländern gibt es keine oder kaum eine staatliche Förderung. Die Firmen verkaufen ihre Ware einfach auf subventionierten Märkten wie Spanien oder Deutschland. Suntech-Chef Zhengrong Shi spricht es offen aus: "Es gibt kaum einen chinesischen Markt. Wir hängen von euch ab."

Möglich macht dies das deutsche EEG - es unterstützt ausländische Produzenten genauso wie heimische. Die Kosten tragen die Verbraucher: Über ihre Stromrechnung müssen sie für jede Kilowattstunde Sonnenenergie rund 47 Cent zahlen. In keinem Land der Welt wird Solarstrom so üppig gefördert. Zum Vergleich: Konventioneller Strom kostet an der Leipziger Energiebörse nur fünf Cent.

[...]

Kosten für die Verbraucher von bis zu 90 Milliarden Euro

Für die hiesigen Haushalte wird der Solar-Boom immer teurer. Denn das EEG schreibt die Vergütungssätze für 20 Jahre fest. Das heißt: Eine heute errichtete Solaranlage verursacht auch in 20 Jahren noch Kosten. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung beziffert diese "Solarschulden" auf 23,3 Milliarden Euro - allein für die bis Ende 2007 installierten Module.

Und es kommen immer neue Anlagen hinzu. Bis 2010 dürften sich die Solarschulden schon auf 49,9 Milliarden Euro belaufen. Wenn der Markt noch schneller wächst, können es laut "Photon" auch 90 Milliarden Euro sein.

[...]


Zahl des Tages (24.08.09): 77.000.000.000 | egghat's blog
Montag, August 24, 2009
Zahl des Tages (24.08.09): 77.000.000.000

[...] "Ich bin ja schon lange skeptisch was das EEG angeht." schrieb ich schon vor knapp 1,5 Jahren (EEG: Subventionen für China). [...]

An meiner Einschätzung hat sich nichts geändert. [...]

Auch wenn ich immer wieder betonen werden, dass die Solarenergie im Verhältnis zur gesparten Menge CO2 verdammt teuer ist. Teurer auf jeden Fall als Energiesparmaßnahmen wie Wärmedämmung oder effizientere Motoren oder Heizungen. Aber das steht schon alles in dem alten Artikel, das möchte ich nicht wiederholen. Heute zu etwas anderem:

Ich halte zwei Aspekte dieses Gesetzes für besonders kritisch.

1) Die angebliche Win-Win-Win-Situation und die verlogene Politikerargumentation dazu:

Das EEG wird als Win-Win-Win verkauft: Wir bekommen

a) jede Menge regenerativen CO2-freien Strom,
b) das kostet das niemanden was und
c) es schafft jede Menge neuer Arbeitsplätze.

Dabei hat das Rheinisch-Westfälische-Institut für Wirtschaftsforschung schon letztes Jahr errechnet, das bei einem weiterem Anstieg der Neuinstallationen die Belastung aus Solarstrom auf über 23 Mrd. Euro steigen wird. Man kann das ja einfach errechnen: Man macht eine Prognose über die Menge der installierten Solaranlagen und die Strommenge, die diese erzeugen werden. Dann braucht man noch den garantierten Preis (steht ja durch das EEG fest) und den Preis für konventionell erzeugten Strom. Dann kann man zu jedem Zeitpunkt errechnen, welche Mengen Solarstrom zu welchem Preise ins Netz eingespeist werden und wie hoch daraus die Mehrbelastung gegenüber konventionell erzeugtem Strom sein wird.

Nachdem die Rechnung des RWI für letztes Jahr diese Mehrbelastung mit gut 23 Mrd. Euro beziffert hat, kommen in der diesjährigen Rechnung für Ende 2013 satte

77.000.000.000 (77 Milliarden) Euro

Mehrbelastung für die Stromkunden heraus. Das RWI nennt das so schön Solarschulden.

77 Milliarden Euro über 20 Jahre verteilt sind mehr Förderung als die Steinkohle in Deutschland bekommen hat. Und man, was hat man auf der rumgehackt! Und auch pro Arbeitsplatz dürfte die Subvention höher sein als bei der Steinkohle. Ganz nebenbei lieferte die deutsche Steinkohle ein Beitrag zu Stromversorgung, der irgendwo im zweistelligen Prozentbereich lag, während die Solarenergie immer noch im Promillebereich herumkrebst ... Aber das nur am Rande, zurück zum Thema:

Warum dieser Anstieg der Solarschulden? Die Prognose für die Fläche von neu installiertem Fotovoltaik-Anlagen wurde massiv erhöht. 2008 wurden aus dem erwarteten 700 Megawatt neuer Fotovoltaikanlagen 1.500 und für 2009 liegt die Prognose sogar bei 3.000 Megawatt. Damit wird mehr Strom erzeugt und dann fließen mehr Subventionen. Warum dieser plötzliche Investitionswahn? Dazu mehr in Punkt 2.

Aber auch Ende 2013 werden in Deutschland wohl kaum mehr als 2% des gesamten Stromverbrauchs aus Fotovoltaik stammen. Wir haben dann also aus CO2-Sicht kaum etwas getan, aber unsere Stromrechnung schon um 77 Milliarden Euro nach oben geschoben. Wie soll die Rechnung denn erst einmal aussehen, wenn wir auf 100% CO2-freien Strom kommen wollen? Das endet dann ja in den Billionen!

2.) Dämliches Anpassungsverfahren für die Höhe der Einspeisevergütung:

Der Grund, warum jetzt auf einmal so viel Fotovoltaik gekauft wird, ist einfach: Die Preise sind komplett eingebrochen. Auslöser sind hier vor allem die Chinesen, die massiv in Fabriken zur Herstellung von Solarzellen investiert haben. [...]

Für den Besitzer von Dachflächen bedeutet diese Gemengelage steigende Renditen. Der Preis für die Anschaffung sinkt, die Erlöse bleiben konstant. Es gibt im Moment für den Besitzer von (ungenutzten) Dachflächen wohl keine sinnvollere Kapitalanlage als eine eigene Fotovoltaikanlage (siehe auch: FAZ: Über 7 Prozent Rendite im Jahr).

Aber soll das das Ziel der Fotovoltaik Förderung sein? Risikolose Renditen für Dachbesitzer? Oder sollte man nicht viel mehr erreichen, mehr CO2 zu verhindern? Ich meine letzteres.

[...]

EEG: Subventionen für China | egghat's blog
Freitag, März 28, 2008
EEG: Subventionen für China

[...] Nach dem geltenden EEG muss der Strom aus erneuerbaren Energien von den Energieversorgern abgenommen und mit einem festgelegtem Betrag vergütet werden. Für jede dieses Jahr neu installierte Solaranlage bekommt man 47 Cent je KWh Solarstrom. [...]

Ob man das unbedingt über den Strompreis machen muss oder das Ziel nicht auch mit Investitionszulagen erreichen könnte, ist eine systematische Frage und ich würde eher für's letztere plädieren. Denn das hätte auf jeden Fall einen Vorteil: Man könnte alle paar Jahre neue Schwerpunkte setzen und neue Anreize bieten. Und könnte Fehler aus den vorangegangenen Jahren korrigieren und müsste dafür nicht 20 Jahre zahlen.

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Bei der Fotovoltaik passiert aber genau das nicht. Man kann sich ausrechnen, was die bereits installierten Solaranlagen noch kosten werden. Man kennt ja die installierte Menge pro Jahr und die Einspeisevergütung, die für diese Jahr galt. Daraus errechnet sich die erschreckende Summe von 23,3 Milliarden Solarschulden, die uns die Einspeisung von Strom aus Fotovoltaik noch kosten wird. Und das bei einem Anteil der Photovoltaik von 0,3% an der gesamten Stromerzeugung! Die Summe wird mit jeder neuen Anlage höher. Hat eigentlich mal jemand ausgerechnet was passiert, wenn 10% unseres Stroms aus Solarenergie kommen? Das ist ja komplett unbezahlbar.

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Die Ausrede dafür ist einfach: Damit hätte man die boomende deutsche Solarwirtschaft gefördert. Nachdem ich schon am Anfang skeptisch war (damals kamen die Solarzellen von Sharp und Kyocera) ist es nach einer zwischenzeitlichen Pause, in der tatsächlich die Zellen aus Deutschland kamen, jetzt China, das Deutschland die Solarzellen liefert. Wie der Spiegel berichtet, kommt schon mehr als die Hälfte des deutschen Verbrauchs an Solarzellen aus dem Ausland. Die Lüge von den angeblich so vielen deutschen Arbeitsplätzen wird damit auch langsam ziemlich wacklig ...

Das Grundproblem ist natürlich einfach: Die Subventionen sind viel zu hoch. Daher lässt sich mit Solaranlagen richtig einfach richtig viel Geld verdienen. So viel, dass mein Musterdepotwert Colonia Real Estate inzwischen auf seine Häuser Solarzellen packt, weil es sich rechnet. Ökologische Gründe gibt es eigentlich keine.

Experten rechnen damit, dass 2010 die Kosten für eine Solarzelle nur noch gut die Hälfte der Einspeisevergütung betragen werden. Eine Solaranlage auf dem Dach wird also fast doppelt so viel Strom (=Geld) einbringen wie sie kostet. Natürlich nur für den Anlagenbesitzer, denn der Erlös wird ja zu mehr als 90% von den anderen Stromverbrauchern bezahlt. Denn das ist der Aufpreis, den jeder für den Solarstrom bezahlen muss. Etwa das Zehnfache des normalen Strompreises.

Aber macht es Sinn, dass jeder in jedem Teil des ziemlich regnerischen Deutschlands idiotensicher Geld verdienen kann? Sollte eine Subvention nicht eher so aussehen, dass man genau an den Grenzen zur Wirtschaftlichkeit die Nachfrage erhöht? Also so, dass am Oberrhein in Baden oder in der Pfalz, sprich den sonnigsten Regionen Deutschlands, eine Solaranlage Sinn macht, aber in anderen Regionen nicht? Wir fördern ja auch nicht die Windkraft mitten im windstillen Köln, sondern nur so weit, dass es sich an der Küste und auf Bergen im Mittelgebirge rechnet. Wir fördern auch nur die Herstellung von Biogas in Bauernhöfen und versuchen nicht das Methan aus jeder Haustoilette zu verwerten.

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Die Solarzellen, die heute auf's Dach montiert werden, sind Subventionsgräber und werden in 5 Jahren genauso bescheuert wirken wie die Steinkohle heute. Wie ein Dinosaurier aus längst vergangenen Tagen, von denen eine Minderheit profitierte und die Mehrheit zahlen musste.

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Sonntag, 16. August 2009

Was Bündnisgrüne erreichen können, wenn man sie nur lässt - UPDATED

...kann man in der Zeit vom 13.08.2009 nachlesen. Zum Beispiel sauteuren Strom:

Energie: Viele Milliarden für wenig Strom | ZEIT ONLINE
Energie
Viele Milliarden für wenig Strom
DIE ZEIT, Ausgabe 34, 2009
Von Fritz Vorholz | © DIE ZEIT, 13.08.2009 Nr. 34

Die großzügige Förderung der Solarbranche schadet den Verbrauchern – und der Umwelt

Ausländer machen sich gern über uns lustig: So wenig gutes Wetter – und so viele Solaranlagen. Obwohl Deutschland nicht zu den sonnigen Ländern auf dem Planeten zählt, stehen tatsächlich nirgendwo mehr Solarstromanlagen. Der Boom ist allerdings künstlich. Und er kostet die Stromverbraucher ein Vermögen.

Die Summe lässt sich ziemlich genau beziffern: Allein die im Jahr 2009 zu erwartende Installation neuer Solarmodule wird die Verbraucher in den nächsten 20 Jahren gut zehn Milliarden Euro kosten. Dafür kommen pro Jahr zusätzlich rund 1,8 Milliarden Kilowattstunden Sonnenstrom aus den Steckdosen, das entspricht etwa 0,3 Prozent des gesamten gegenwärtigen Stromverbrauchs. Es ist fast nichts.

Doch zehn Milliarden Euro kosten nur die neuen Anlagen. Was bis 2008 errichtet wurde, verursacht über die Jahre sogar Mehrkosten von 30 Milliarden Euro. So hat es jedenfalls das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen ausgerechnet.

Und die Kostenlawine wächst. Wenn sich die Prognose des Verbandes der europäischen Photovoltaikindustrie bewahrheitet, werden bis 2013 in Deutschland so viele Anlagen installiert sein, dass die Kosten auf gut 77 Milliarden Euro wachsen – und zwar inflationsbereinigt.

[...]

Zu einem öffentliches Ärgernis wird das Ganze, weil der Strom von deutschen Dächern längst viel billiger sein könnte – wenn der Markt nicht durch die überzogenen Einspeisevergütungen verzerrt wäre.

[...]

Dabei leidet unter der teuren Förderung nicht nur der deutsche Konsument, sondern auch der globale Klimaschutz. Weil das deutsche Fördersystem jedem Hersteller erlaubt, seine Anlagen teuer in Deutschland zu verkaufen, statt innovativer zu werden und effizienter zu produzieren, setzt sich die grüne Technik weltweit – vor allem in Ländern mit weniger Kaufkraft – langsamer durch als möglich.

[...]

Aber von Fakten ließen sich Bündnis 90/Die Grünen noch nie beeinflussen:

gruene-thueringen.de - Homepage – Was Bündnisgrüne erreichen können, wenn man sie nur lässt
Was Bündnisgrüne erreichen können, wenn man sie nur lässt

[...] Was Bündnisgrüne erreichen können, wenn man sie nur lässt, erläuterte die bündnisgrüne Baudezernentin Gisela Rexrodt aus Eisenach. Sie hält den Umweltschutz als Alleinstellungsmerkmal von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. In ihrer Amtsperiode als Baudezernentin von Eisenach gäbe es schon viele Erfolge zu verbuchen. Zum Beispiel sei Eisenach eine von 3 Modellkommunen in Deutschland. Die Stadt Eisenach hat einen Energiebericht über kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen aufgestellt, der weit über die Grenzen Eisenachs hinaus bekannt ist. Weiterhin wurden in Eisenach unter Gisela Rexrodt Grund- und Regelschulen energetisch saniert, kommunale Dachflächen erschlossen und Gymnasien haben nun Solardächer. Als weiterer Erfolg gilt der "Bürgersolarpark Eisenach", der größte seiner Art in Thüringen. "Von Eisenach lernen, heißt regieren lernen", so Gisela Rexrodt.

[...]

Eine Betrachtung der nackten Zahlen zum Bürgersolarpark Eisenach gibt obigem Zeit-Artikel recht und läßt "Von Eisenach lernen, heißt regieren lernen" in einem nicht gerade neuen aber dennoch ganz anderem Licht erscheinen:

Wartburgstadt Eisenach >  Bürgerservice > Klimaschutz > Solaranlagen > Bürgersolarpark 
Bürgersolarpark

Der Bürgersolarpark auf dem Gelände des städtischen Bauhofs in der Gaswerkstraße besteht aus 34 Solar-Segeln zur Stromerzeugung. Der Park wurde am 15. Februar 2008 eingeweiht.

[...] Der gesamte Solarpark, der Ende 2007 in Betrieb ging, wird voraussichtlich rund 274.000 Kilowattstunden pro Jahr ins Netz einspeisen. Etwa 100 Drei-Personen-Haushalte in Eisenach können so rechnerisch mit solarem Strom versorgt werden. Damit kann jedes Jahr der Ausstoß von rund 180 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden.

Die Gesamt-Investitionen in den Bürger-Solarpark belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro.

[...]

Man lese und staune: Die Versorgung von rund 100 Drei-Personen-Haushalten wurde mit einer Investition von 1.500.000 Euro erkauft. Also pro Haushalt mit etwa 15.000 Euro (pro Person 5.000 Euro). Ohne die laufenden Kosten für den Strom, die ja ebenfalls noch getragen werden müssen. Bei einem angenommenen Strompreis von 0,25 Euro/kWh könnte man damit 60.000 kWh (pro Haushalt) konventionellen Strom kaufen; das heißt, die Energieversorgung eines jeden dieser Haushalte für die nächsten gut 20 Jahre kostenlos sichern. Und, wie gesagt, das sind nur die reinen Investitionskosten.

Von den Befürwortern des Irsinns kommt häufig das Argument: "Aber es geht doch um eine Investition in die Zukunft, um Klimaschutz, Verminderung von CO2, Unabhängigkeit von konventionellen Energieträgern usw." Nun ja. Vielleicht ist das was d'ran, vielleicht aber auch nicht. Denn: "Prognosen waren schon immer etwas schwierig. Erst recht, wenn sie die Zukunft betreffen." Weder die Befürworter noch die Gegner können die Zukunft vorhersehen. Erst recht nicht über einen Zeitraum von 20 Jahren. Vielleicht sind ja in 10 oder 15 Jaheren alle unsere jetzigen Energieversorgungsmethoden obsolet. Wer weiß?

In diesem Zusammenhang ist es absolut unseriös für eine Glaubensbekenntnis - um nichts weiter handelt es sich bei der Untergangsprophetie - alle Bürger zur Kasse zu bitten. Wer an den energetischen Untergang glaubt, der soll das ruhig tun. Aber er soll seine Kirchensteuern (für den "Feldgottesdienst der Ungläubigen", Henryk M. Broder dixit) gefälligst selber zahlen!

Wenn man jetzt annimmt, der Solarstrom-Unsinn in Eisenach sei nicht mehr zu toppen, dann wird man bei'm Blick auf die Anlage an der Werner-Assmann-Sporthalle ganz schnell eines Besseren belehrt:

Wartburgstadt Eisenach >  Bürgerservice > Klimaschutz > Solaranlagen > Aßmann-Halle 
Photovoltaik-Anlage an der Werner-Aßmann-Halle

Die Solaranlage an der Werner-Aßmann-Halle liefert seit 2005 Strom. 2008 speiste sie 7423 Kilowattstunden ins öffentliche Netz ein. Das reicht aus, den Verbrauch von zwei Vier-Personen-Haushalten zu decken.

[...]

Wie man in diesem Flyer (PDF) nachlesen kann, kostete die Anlage sagenhafte 83.000 Euro. Also über 40.000 Euro pro Vier-Personen-Haushalt (mehr als 10.000 Euro pro Person)! Unter diesem Aspekt ist der Strom aus dem Bürgersolarpark ja ein regelrechtes Schnäppchen... (Das die Verfasser dieses Flyers die Kostenfrage unter der Überschrift "Kosten sparen" abhandeln spricht entweder für Unverfrorenheit oder Dummeheit.)

Das die "Daten der Anlage erfaßt und laufend per E-Mail in's Rathaus geschickt werden" mutet dann nur noch wie der Gipfel dieser teuren Posse an.

Update 20.08.2009:

Passend zum Thema noch was aus der Schweiz:

Der grün-industrielle Komplex | Die Weltwoche, Ausgabe 34/2009 | www.weltwoche.ch
19.08.2009, Ausgabe 34/09

Öko-Strom
Der grün-industrielle Komplex

Der von Windkraft- und Solaranlagen teuer erzeugte Strom ist auf dem Markt praktisch wertlos und bringt der Umwelt mehr Nach- als Vorteile. Eine mächtige Öko-Lobby sorgt in der Schweiz dafür, dass trotzdem Milliarden investiert werden. Die Rechnung werden unsere Kinder zahlen.
Von Alex Baur

Das Vorhaben klingt pragmatisch: Die grossen Stromlieferanten sollen verpflichtet werden, künftig die gesamte Produktion von Strom aus «erneuerbaren Quellen» aufzukaufen und dafür eine «kostendeckende Einspeisevergütung» (KEV) zu zahlen. Profitieren würden vor allem die Betreiber von Wind-, Solar- und Kleinwasserkraftwerken. Energieminister Moritz Leuenberger (SP) will die Vorlage in diesen Tagen dem Bundesrat unterbreiten.

Alternativstrom wird bereits heute von Gemeinden und Kantonen über zahllose Fonds- und Förderbeiträge subventioniert. Seit dem 1. Januar 2009 kommen auf nationaler Ebene jährlich 320 Millionen Franken hinzu, die über eine Zwangsabgabe bei den Konsumenten eingetrieben und vom Bundesamt für Energie (BFE) verteilt werden. Doch die begehrten Subventionen waren schon verteilt, bevor das KEV-Gesetz in Kraft getreten ist. Deshalb soll nun der «Deckel» aufgehoben werden: Die Elektrizitätswerke sollen verpflichtet werden, jederzeit die gesamte Produktion von sogenanntem Ökostrom zu einem Tarif aufzukaufen, der den Produzenten neben voller Amortisation eine jährliche Rendite von fünf Prozent einbringt – gleichgültig, ob sie die Energie brauchen können oder nicht.

Bei «Öko» rechnen nur die Kleinkrämer

[...]

Aufwand und Nutzen stehen insbesondere bei Sonne und Wind, den beiden «Bannerträgern» der Alternativenergie, in einem krassen Missverhältnis. Die Elektrizitätswerke müssen für eine Kilowattstunde, die sie zurzeit im Schnitt für acht Rappen einkaufen, bis zu einen Franken bezahlen. Obwohl sich das früher oder später auf den Konsumentenpreis auswirkt, blieben hitzige Diskussionen erstaunlicherweise aus. Wenn es um «Öko» geht, gelten finanzielle Einwände als kleinkrämerisch.

[...]

In einem marktwirtschaftlichen System haben alternative Energieträger wie Sonne und Wind schlicht keinen Platz. Kein Mensch kann verbindlich voraussagen, wie viel die Anlagen wann liefern. Die Produktion ist den Launen der Witterung ausgesetzt. Das macht den von Werbestrategen zum «Qualitätsprodukt» hochgejubelten, vermeintlich sauberen «Ökostrom» auf dem Markt praktisch wertlos. Besonders extrem sind die Schwankungen bei der Windenergie. Dies lässt sich anhand der Windstromproduktion in Deutschland (siehe Grafik S. 32) zeigen: Innerhalb weniger Minuten kann die Produktion um ein Vielfaches variieren. Denn bei steigender Windgeschwindigkeit nimmt die Energie exponentiell zu. Weil aber immer exakt so viel Strom ins Netz eingespiesen werden muss, wie gebraucht wird, muss praktisch für jedes Kilowatt Alternativstrom ein Kilowatt aus konventioneller Produktion bereitgehalten werden. Eine Verschwendung sondergleichen.

Es herrscht Goldgräberstimmung

Sonnen- und Windgeneratoren liefern lediglich zehn bis zwanzig Prozent der Energie, die sie bei Volllast theoretisch liefern könnten. Dieser mageren Ausbeute steht ein gigantischer Verschleiss an Energie, Raum und Rohstoffen gegenüber, die für die Erstellung der Anlagen gebraucht werden. Das Paul-Scherrer-Institut (PSI) hat errechnet, dass, wenn man alle Faktoren mit berücksichtigt, zur Herstellung von einem Kilowatt Solarstrom zehnmal mehr CO2 freigesetzt wird als bei der Kernenergie.

[...] Die Oerlikon Solar, ein Ableger der einstigen Waffenschmiede Oerlikon-Bührle, gilt als zweitgrösster Solarausrüster der Welt. [...]

Allerdings sind nur wenige Konsumenten bereit, freiwillig die astronomisch hohen Kosten für Wind- und Solarstrom zu bezahlen, die bei einer ehrlichen Berechnung anfallen. Doch ehrlich gerechnet wird selten. Der Öko-Hype nährt sich durch Zwangsgebühren und Subventionen, die scheinbar unerschöpflich sprudeln und für den Konsumenten noch kaum spürbar sind. So wie wir heute die Früchte der Investitionen unserer Vorfahren ernten, werden erst unsere Kinder die Kosten für die Fehlinvestitionen von heute bezahlen.

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Die Ökobranche ist zu einem Machtfaktor herangewachsen, der mit handfesten finanziellen Interessen verknüpft ist. Wo der Idealismus aufhört und der Selbstzweck beginnt, ist schwer zu ergründen. Greenpeace oder WWF sind millionenschwere Weltkonzerne, die letztlich nach denselben Prinzipien funktionieren wie die Multis, die sie bekämpfen. Ihr Kerngeschäft ist nicht die Lösung des Energieproblems, sondern die Bewirtschaftung von Ängsten und Empörung. Die Fördermilliarden haben ein unüberschaubares Heer von PR-, Planungs- und Beratungsbüros im Umfeld der Verwaltungen gedeihen lassen, die Subventionsnäpfe bewirtschaften, neue Aufgaben ertüfteln und um Aufträge buhlen. Sie verfassen Berge von Studien, Konzepten und Propagandabroschüren aller Art wahlweise auf Hochglanz- oder Umweltpapier , deren Wert sich nicht objektivieren lässt.

Ein Markt mit gigantischem Potenzial

Der Handel mit Ökotiteln und -derivaten – Umweltzertifikate, Biolabels, Emissions- oder Kompensationspapiere – hat ein Marktfeld mit gigantischem Potenzial eröffnet. Mit «ökologischem» Mehrwert lässt sich geschäften und spekulieren wie mit jedem anderen Produkt.

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