Posts mit dem Label Polizei werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Polizei werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 21. August 2009

Mit Bomben gegen das Lutherfest

Erschienen am 21.08.2009 13:32
Kriminalität
Lutherfest startet wegen Bombendrohung verzögert

Eisenach - Eine Bombendrohung ging am Donnerstag kurz vor Mitternacht bei der Polizei in Eisenach telefonisch ein. Der Anrufer teilte mit, dass am Freitagmittag auf dem alten Friedhof in Eisenach eine Bombe hochgehen würde.

Wie die Polizei erst nach Verstreichen dieses Termines am Freitag mitteilte, war daraufhin das Veranstaltungsgelände insbesondere der alte Friedhof bereits in den Nachtstunden überprüft worden. Dabei konnten zum Glück keine Sprengsätze oder ähnliches entdeckt werden.

[...]
Schreibt das "Freie Wort". Das ist dann nun schon der 2. Bombenalarm diese Woche. Hoffentlich wird das mal nicht zur Gewohnheit. ;)

Montag, 17. August 2009

Bombenalarm

Polizeipresse: Bundespolizeiinspektion Erfurt - BPOLI EF: Vergessener Koffer ruft Entschärfer der Bundespolizei auf den Plan
17.08.2009 | 15:10 Uhr
BPOLI EF: Vergessener Koffer ruft Entschärfer der Bundespolizei auf den Plan

Eisenach / Erfurt (ots) - Ein vergessener Koffer in einer Regionalbahn führte in Eisenach zum Einsatz des Entschärfungskommandos der Bundespolizei.

Der Zugbegleiter der Regionalbahn, die am heutigen Tag planmäßig 11.45 Uhr in Eisenach eintraf, stellte einen herrenlosen Koffer im Zug fest. Da der Zug in Eisenach das Ziel seiner Fahrt erreicht hatte, waren zum Zeitpunkt der Feststellung keine Reisenden mehr im Zug. Der Zugbegleiter informierte daraufhin die für die Sicherheit auf den Bahnanlagen zuständige Bundespolizei in Erfurt. Der Bahnhof wurde für den Reiseverkehr zunächst komplett gesperrt.

Die Bundespolizeiinspektion Erfurt setzte in der Folge Sprengstoffsuchhunde ein. Um sicher zu gehen, dass von dem schwarzen Schalenkoffer wirklich keine Gefahr ausgeht, wurde zusätzlich die Entschärfergruppe der Bundespolizei alarmiert. Die Spezialisten, die in kürzester Zeit vor Ort waren, konnten auch bald Entwarnung geben. Der Koffer war leer, so dass die Sperrung des Bahnhofes gegen 13.30 Uhr wieder aufgehoben werden konnte.

Samstag, 15. August 2009

Über die Mafia in Eisenach

spekuliert die Thüringer Landeszeitung am 14.08.2009:
Ist Eisenach ein Mafia-Stützpunkt?

Eisenach. (ep) Wenn die Stadt Eisenach im gleichen Atemzug mit Städten wie München, Leipzig oder Stuttgart genannt wird, ist ja erst einmal nichts dagegen zu sagen. In diesem Zusammenhang, wie ihn die Zeitschrift "Die Zeit" in einem Dossier herstellt, allerdings wohl weniger. Bezugnehmend auf eine vertrauliche Polizeistudie berichtet die Wochenzeitung, dass seit Mitte der 90er Jahre Eisenach neben eben München, Stuttgart, Leipzig sowie Duisburg, Bochum, Oberhausen und Erfurt zu den Hauptstützpunkten der Mafia-Organisation "Ndrangetha" gehört. In Deutschland selbst, so das Zitat aus der Studie, gehörten 229 Clans mit über 900 Personen der Mafia-Organisation an.

Welche Erkenntnisse dazu die Landesregierung oder das Landeskriminalamt hat, dazu waren gestern keine Auskünfte in Erfurt erhältlich. Ein Insider allerdings bestätigte der TLZ/EP, dass dies schon länger bekannt sei. Vor allem Anfang der 90-er Jahre sei die Wartburgstadt das Ziel, gar der Wohnort hochrangiger Clan-Vertreter gewesen. Selbst einen mutmaßlichen Mafia-Mord habe es im Bereich Palmental gegeben. Merkwürdig sei damals gewesen, dass da dann ein Mann aufgetreten sei, der nicht nur die Bestattung des Opfers bezahlt, sondern auch dem mutmaßlichen Täter einen Anwalt organisiert habe.

[...]

14.08.2009 Von Peter Rossbach
Das Zeit-Dossier, auf welches sich die TLZ bezieht, scheint leider (noch?) nicht online zu sein, wird aber hier erwähnt:

Organisiertes Verbrechen: Italienische Mafia wird in Deutschland heimisch | ZEIT ONLINE
Organisiertes Verbrechen
Italienische Mafia wird in Deutschland heimisch
© ZEIT ONLINE 12.8.2009 - 16:12 Uhr

Laut einer Studie des Bundeskriminalamts sind etwa 229 Familienclans der 'Ndrangheta hierzulande aktiv. Besonders betroffen sind demnach Hessen, Bayern und Baden-Württemberg

Die Bosse der italienischen Mafia haben auch in Deutschland endgültig Fuß gefasst. 229 Familienclans bzw. 900 Personen der kalabrischen Mafia-ähnlichen Organisation ’Ndrangheta seien in Deutschland aktiv, heißt es in einer als vertraulich eingestuften Studie des Bundeskriminalamtes (BKA), die fast 400 Seiten umfasst. Darüber berichtet die ZEIT in ihrer aktuellen Ausgabe.

In dem Lagebericht des BKA geht es um Waffenhandel, Mord, Geldwäsche, Drogenhandel, Giftmüllentsorgung und Schutzgelderpressung. Es werden Hunderte Restaurants in Deutschlands aufgelistet, die der Mafia gehören sollen. Allein von den Familienclans aus der süditalienischen Mafia-Hochburg San Luca hätten 200 Mitglieder ihren Wohnsitz in Deutschland.

Besonders viele von ihnen seien in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg zu Hause. In Ostdeutschland hätten die Mafiabosse Teile des Immobilienmarktes unter sich aufgeteilt – meist unbemerkt von der Öffentlichkeit.

[...]

Montag, 20. Juli 2009

Softair und die Qualität der Berichterstattung

Vergangenen Freitag (17.07.2009) fand in Eisenach (TH) ein Polizeieinsatz statt. Rund 25 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren spielten am "Alten Friedhof" mit Soft-Air-Waffen.

[Update 21.07.09: So jedenfalls lautete die Meldung in der TLZ; die Darstellung in der Thüringer Allgemeine liest sich wesentlich zahmer; siehe unten.]

Mal völlig abgesehen davon, das der Reporter der TLZ völlig dramatisch von einem "riesigen Waffenarsenal", "Maschinenpistolen" und "massenweise Munition" spricht, fällt an dem Artikel noch Folgendes auf:

TLZ - Eisenach - Nachrichten - Aktuelles - Lokalnachrichten - Großeinsatz der Bereitschaftspolizei
Großeinsatz der Bereitschaftspolizei

[...] Die Jugendlichen [...] spielten am Freitag gegen 19 Uhr mit sogenannten Softairwaffen "Krieg". Diese Waffen gleichen richtigem Kriegsspielzeug täuschend echt.
Bitte nochmal lesen: "Diese Waffen gleichen richtigem Kriegsspielzeug täuschend echt." WTF? - Bei diesen "Waffen" handelt es sich um "Kriegspielzeug". Und das Kriegsspielzeug aussieht wie Kriegsspielzeug ist ja nun wirklich eine spektakuläre Erkenntnis. Oder?
[...] Keiner der Jugendlichen konnte einen solchen [sog. "Kleiner Waffenschein"] Vorweisen. "Damit gelten die Jugendlichen nun als Vorbestraft", fügte er [der Polizei-Einsatzleiter] hinzu.
Und auch hier ist einfach nicht vorstellbar, das der Einsatzleiter der Polizei einen derartigen Unfug von sich gibt.
[...] Das Verschießen der Plastikmunition kann je nach Landes- und Kommunalrecht auch als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.
"Kann auch"? - Wohl eher: wird. Womit sich der Vorstrafen-Quatsch endgültig erledigt haben dürfte. (Und nein: Nicht das "Verschießen der Plastikmunition" wird geahndet, sondern das "Führen" der "Waffe".)

Immerhin war die Polizei mit 40 Beamten vor Ort. Nicht schlecht, Herr Specht. Der Polizei-Einsatzleiter hat also, als guter Taktiker, mit Überzahl angegriffen. Man könnte aber auch auf die Idee kommen, daß das leicht überzogen erscheint...

Natürlich kann man zu dieser Art Räuber & Gendarm Spiel eine eigene Meinung haben. Aber bitte
Grundsätzlich können mit Softairwaffen keine lebensgefährlichen Verletzungen herbeigeführt werden.
nicht vergessen & die Kirche immer hübsch im Dorf lassen.

Update 21.07.09: Die Darstellung der TA zum Vorfall ist deutlich seriöser. Die Polizei befand sich zu Routinekontrollen auf dem Alten Friedhof (Lärmbelästigung) und von 40 Einsatzkräften ist auch keine Rede mehr. Verschwunden ist auch das "riesige Waffenarsenal", die "Maschinenpistolen" und die "massenweise Munition".

Thüringer Allgemeine - TA - Eisenach - Nachrichten - Aktuelles - Polizei verhindert Kriegsspiel
Polizei verhindert Kriegsspiel

Bei einer Routinekontrolle auf dem Alten Friedhof in Eisenach schnappte die Bereitschaftspolizei am Wochenende Jugendliche, die mit Soft-Air-Waffen an der Kreuzkirche herumballern wollten.

EISENACH (smb). [...] Und siehe da: Sie erwischten eine Gruppe von etwa 40 Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren, die fünf Soft-Air-Waffen, die Kriegswaffen täuschend ähnlich sehen, und Plastikkugeln als Munition mit dabei hatten. [...]
"Qualität der Berichterstattung", so hatte ich das Posting gestern überschrieben. Vorahnung? ;)