Montag, 31. August 2009

Unvergessen: Bullitt

Bullitt – Wikipedia
Bullitt

Bullitt ist ein US-amerikanischer Action-Thriller von Regisseur Peter Yates aus dem Jahr 1968, der auf dem Kriminalroman Polizeirevier 52, New York (Originaltitel: Mute Witness) von Robert L. Pike (Pseudonym von Robert L. Fish) basiert. Es ist einer der bekanntesten Filme des US-Schauspielers Steve McQueen. Produktionstechnisch bemerkenswert ist die Tatsache, dass der gesamte Film an Originalschauplätzen gedreht wurde.

Besonderen Ruhm erlangte der Film für eine der längsten und spektakulärsten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte in San Francisco, zwischen einem 1968er Ford Mustang Fastback und einem Dodge Charger R/T. Die ca. dreiwöchigen Dreharbeiten ergaben eine knapp zehnminütige Sequenz, die keine Dialoge enthält. Für die Aufnahmen wurden zwei Charger und ein Mustang in Mitleidenschaft gezogen.

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Die Route der Verfolgungsjagd hat Autopia (Wired) auf Google Maps gefunden:

Bullitt Doesn’t Look So Slick On Google Maps | Autopia | Wired.com
Bullitt Doesn’t Look So Slick On Google Maps

By Keith Barry August 27, 2009 | 5:00 am | Categories: Cool Cars



While playing around with Google Maps, we discovered that a user posted a map detailing the exact route of the legendary Bullitt chase scene. Reenact it if you dare: there are nine unique segments of squealing tires and crunched fenders spread out across San Francisco.

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Lustig & Wissenswert(?):

Bullitt – Wikipedia
  • Die beiden verwendeten Mustangs wurden dem Filmteam von Ford zur Verfügung gestellt. Sie mussten allerdings stark getunt werden, um mit den serienmäßig leistungsstärkeren Dodge Chargers mithalten zu können.
  • Der Mustang, der die Verfolgungsjagdsequenzen überstand, verschwand nach dem Ende der Dreharbeiten auf mysteriöse Weise, angeblich sehr zum Missfallen McQueens, der ihn gerne gekauft hätte. Das gleiche passierte mit dem im Film Gesprengte Ketten verwendeten Motorrad.
  • Der Charger verliert während der Verfolgungsjagd mehr Radkappen als Räder am Auto vorhanden sind: Beim letzten Stunt fallen gleich alle vier ab. Außerdem fehlen während verschiedener Szenen immer Radkappen an unterschiedlichen Rädern.
  • Während der Verfolgungsjagd schaltet Bullitt das Getriebe insgesamt 16-mal einen Gang höher, ohne auch nur einmal einen Gang zurückzuschalten. Das Schaltgetriebe des 1968er Ford Mustang GT 390 Fastback besitzt jedoch nur 4 Gänge.
  • Insgesamt viermal wird derselbe grüne VW Käfer überholt und einmal ein 67er Pontiac Firebird, der in einer nachfolgenden Szene plötzlich im Gegenverkehr auftaucht.
  • Nachdem Bullitt mit seiner Freundin in deren Porsche das Hotel verlassen hat, lenkt er den Wagen in eine Ausfahrt und stoppt dort. Hierauf folgt ein Gespräch zwischen den Beiden. Im Anschluss an das Gespräch wird eine kurze Sequenz eingeblendet, in der sich der Porsche noch im Straßenverkehr befindet. Diese Szene gehört eigentlich an die Stelle, bevor Bullitt den Wagen in die Ausfahrt lenkt. (ca. 1:22:06)
  • Lange Zeit nahm man an, dass der autobegeisterte Steve McQueen den Mustang während der Dreharbeiten selbst gefahren habe. Dies stimmt nur zum Teil. Einige fahrerisch anspruchsvolle oder gefährliche Szenen wurden von dem berühmten Stuntman und Motorradrennfahrer Bud Ekins gedoubelt, der McQueens Motorradsprung in Gesprengte Ketten ebenfalls gedoubelt hatte. Unterscheiden kann man die jeweiligen Szenen der beiden meistens an der Stellung des Rückspiegels im Mustang. Sieht man die Augen des Fahrers, fährt McQueen selbst, wenn nicht, dann der Stuntman.
  • Als Schluss-Gag steigt Chalmers in ein Auto mit der Aufschrift: „Support your local police – Unterstützen Sie ihre örtliche Polizei“.
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Samstag, 29. August 2009

Schuldenweichen für die Zukunft stellen

Darüber schreibt die TLZ (Thüringische Landeszeitung) am 28.08.2009 unter der Überschrift:
Weichen für die Zukunft stellen

Bad Salzungen. (ep) Es hat trotz vielfacher Anregungen einige Jahre gedauert, ehe auch der Wartburgkreis "in die Pötte" gekommen ist. Das Niveau der Stadt Eisenach mit ihrem Bürger-Solarpark erreicht der Kreis noch nicht, aber seit kurzem liefert eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Berufsbildungszentrums (BBZ) und Medizinische Fachschule "Am Lindig" in Bad Salzungen umweltfreundlichen Strom.

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Auf dem Dach des Berufsschulzentrums wurden über eintausend Photovoltaikmodule verlegt. Die Anlage hat eine Gesamtleistung von ca. 216 KW. Der jährliche Solarstromertrag beträgt etwa 200 000 Kilowattstunden und entspricht in etwa der Strommenge die circa 64 Drei-Personenhaushalte in einem Jahr benötigen. Rechnerisch können damit bis zu rund 174 Tonnen umweltschädliches Kohlendioxid pro Jahr vermieden werden.

[...]
Leider steht nichts zur Investitionssumme im Artikel. Aber hier (Was Bündnisgrüne erreichen können, wenn man sie nur lässt) lassen sich ein paar der Zahlen zu Eisenach nachlesen. Ebenso dürfte das hier (Der 2. Teil, wem die Subventionen wirklich nutzen) interessant sein.

Nochmal zu den Solarschulden ... | egghat's blog
Nochmal zu den Solarschulden ...

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Das Argument, dass es die Verbesserungen der Solarzellen nicht gegeben hätte, wenn es keine Einspeisevergütung gäbe, ist zwar eine ganz nette, aber am Ende leider unbelegbare Behauptung. Dagegen könnte ich (genauso unbelegbar) behaupten, dass man die 10 oder 20 Mrd., die bisher investiert wurden und die weniger als 1% des Stroms erzeugen, besser in die Forschung gesteckt hätte und erst jetzt mit der Produktion beginnen sollte.

Die Firma FirstSolar in den USA zeigt, dass es sehr wohl Firmen geben kann, die den Quantensprung in den Kosten ganz ohne Einspeisevergütung schaffen können. Weil sie sich nicht an den 40 Cent orientieren, sondern an den 10, die der Strom heute in den USA kostet.

Die alles entscheidende Frage muss doch sein, wie hoch man die Einspeisevergütung macht. Diese darf nicht so hoch sein, dass alle - auch die schlechten - Produzenten auf dem Markt bleiben. Die Förderung muss fordern! Sie darf natürlich auch nicht zu niedrig sein.

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Mittwoch, 26. August 2009

FC Wartburgstadt e.V.: Nachwuchsfußballer(innen) gesucht

FC Wartburgstadt e.V.
Nachwuchsfußballer(innen) gesucht!

Bist du zwischen 5 und 8 Jahre alt und hast Spaß am Fußballspielen dann komm doch einfach zum Schnuppertraining vorbei.

Wann: Montags und Mittwochs von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr
Wo: Platz der Freundschaft an der Katzenaue in Eisenach

Ansprechpartner: Marc Steppan Tel. 015224667235


Warum ist Opel so wichtig für GM?

Warum ist Opel so wichtig für GM? | Wirtschaft | Deutsche Welle | 26.08.2009
Automobilbranche | 26.08.2009
Warum ist Opel so wichtig für GM?

Bei dem ganzen Gezerre um Opel in den letzten Monaten ist wenig in den Blickwinkel gerutscht, wie wichtig Opel für GM ist. Denn nicht umsonst würde GM auch bei den Investorenmodellen weiter Anteile an Opel haben.

[...] Gut 73 Prozent aller Autos, die GM in Europa verkauft, tragen den Markennamen Opel oder den der baugleichen Marke Vauxhall. Schaut man nur auf Westeuropa, ist der Opel-Anteil noch höher. [...] Dass GM Opel leichten Herzens aufgeben würde, war also nicht zu erwarten. Denn ohne Opel fände GM in Europa fast gar nicht statt. Das sei der Grund für das lange Feilschen, meint Stefan Bratzel, Professor für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule in Bergisch Gladbach: "Man darf nicht unterschätzen, dass mit Opel ein wichtiger Teil von GM dann das Unternehmen verlässt. Wenn GM aber weiter eine globale Rolle spielen möchte, braucht es eigentlich ein europäisches Standbein." [...]

Wertvolle Entwicklungszentren von Opel

[...] GM weiß ohne Opel auch wenig vom "downsizing" bei Motoren. Das heißt, wie Motoren im Volumen schrumpfen, in der Leistung zulegen und dennoch beim Verbrauch günstiger werden können. [...] Auch Produktionssysteme wurden dort entworfen, also Arbeitsabläufe in der Produktion, und somit ganze Fabriken konzipiert. Hier entstand das Werk in Eisenach, das lange als das modernste im GM-Verbund galt und nach dessen Vorbild GM-Fabriken in Polen, China, Thailand, Brasilien und Argentinien gebaut wurden. [...] Denn Opel beschäftige nicht nur eigene Ingenieure im Dienste des Gesamtkonzerns, so Forster: "Man kann davon ausgehen, dass noch mal die gleiche Entwicklungsleistung erbracht wird bei den Zulieferern."

[...]

Was Bündnisgrüne erreichen können, wenn man sie nur lässt - Teil 2

Was Bündnisgrüne erreichen können, wenn man sie nur lässt - das ist zum Beispiel sauteurer Strom. (Dieser Artikel sollte vielleicht zum besseren Verständnis vorher gelesen werden.)

Rekord-Subventionen: Chinesen überschwemmen Deutschland mit Solarzellen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
28.03.2008

Rekord-Subventionen
Chinesen überschwemmen Deutschland mit Solarzellen

Von Anselm Waldermann

Schock für die deutsche Solarbranche: Jahrelang rühmten sich die Firmen als weltweite Marktführer. Jetzt belegen aktuelle Zahlen, die SPIEGEL ONLINE vorliegen: China hat Deutschland bei der Produktion überholt. Verkauft wird die Fernost-Ware aber hierzulande - wegen der hohen Förderung.

Hamburg - Deutschland muss ein Sonnenparadies sein. In keinem Land der Welt werden so viele Solaranlagen gekauft wie hier. Im vergangenen Jahr schraubten sich die Bundesbürger Module mit einer Leistung von 1300 Megawatt auf die Dächer - fast die Hälfte der globalen Nachfrage entfiel damit auf Deutschland.

Für die Solarbranche ein Grund zum Jubel: Beim Ökostrom könne es niemand mit Deutschland aufnehmen, frohlocken die Lobbyisten vom Bundesverband Solarwirtschaft. Die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mache sich eben bezahlt.

Was die Sonnenfreunde vergessen: Die EEG-Gelder kommen immer seltener deutschen Firmen zugute. Die größten Hersteller von Solarzellen sitzen mittlerweile in Asien - und sie überschwemmen den deutschen Markt mit ihren Produkten. Das belegen aktuelle Zahlen des Branchenblatts "Photon", die SPIEGEL ONLINE exklusiv vorliegen. Die Kernaussage: China hat Deutschland bei der Solarproduktion überholt und liegt nun erstmals auf Platz eins.

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Insgesamt stammen schon 65 Prozent der weltweit produzierten Solarzellen aus Asien. [...]

Der Durchstarter des Jahres ist jedoch das chinesische Unternehmen Suntech. Es hat im vergangenen Jahr ein Produktionswachstum von 110 Prozent hingelegt - und ist nun der weltgrößte Modulhersteller.

Der Staat fördert ausländische Hersteller wie deutsche

Das Besondere daran: In den asiatischen Herstellerländern gibt es keine oder kaum eine staatliche Förderung. Die Firmen verkaufen ihre Ware einfach auf subventionierten Märkten wie Spanien oder Deutschland. Suntech-Chef Zhengrong Shi spricht es offen aus: "Es gibt kaum einen chinesischen Markt. Wir hängen von euch ab."

Möglich macht dies das deutsche EEG - es unterstützt ausländische Produzenten genauso wie heimische. Die Kosten tragen die Verbraucher: Über ihre Stromrechnung müssen sie für jede Kilowattstunde Sonnenenergie rund 47 Cent zahlen. In keinem Land der Welt wird Solarstrom so üppig gefördert. Zum Vergleich: Konventioneller Strom kostet an der Leipziger Energiebörse nur fünf Cent.

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Kosten für die Verbraucher von bis zu 90 Milliarden Euro

Für die hiesigen Haushalte wird der Solar-Boom immer teurer. Denn das EEG schreibt die Vergütungssätze für 20 Jahre fest. Das heißt: Eine heute errichtete Solaranlage verursacht auch in 20 Jahren noch Kosten. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung beziffert diese "Solarschulden" auf 23,3 Milliarden Euro - allein für die bis Ende 2007 installierten Module.

Und es kommen immer neue Anlagen hinzu. Bis 2010 dürften sich die Solarschulden schon auf 49,9 Milliarden Euro belaufen. Wenn der Markt noch schneller wächst, können es laut "Photon" auch 90 Milliarden Euro sein.

[...]


Zahl des Tages (24.08.09): 77.000.000.000 | egghat's blog
Montag, August 24, 2009
Zahl des Tages (24.08.09): 77.000.000.000

[...] "Ich bin ja schon lange skeptisch was das EEG angeht." schrieb ich schon vor knapp 1,5 Jahren (EEG: Subventionen für China). [...]

An meiner Einschätzung hat sich nichts geändert. [...]

Auch wenn ich immer wieder betonen werden, dass die Solarenergie im Verhältnis zur gesparten Menge CO2 verdammt teuer ist. Teurer auf jeden Fall als Energiesparmaßnahmen wie Wärmedämmung oder effizientere Motoren oder Heizungen. Aber das steht schon alles in dem alten Artikel, das möchte ich nicht wiederholen. Heute zu etwas anderem:

Ich halte zwei Aspekte dieses Gesetzes für besonders kritisch.

1) Die angebliche Win-Win-Win-Situation und die verlogene Politikerargumentation dazu:

Das EEG wird als Win-Win-Win verkauft: Wir bekommen

a) jede Menge regenerativen CO2-freien Strom,
b) das kostet das niemanden was und
c) es schafft jede Menge neuer Arbeitsplätze.

Dabei hat das Rheinisch-Westfälische-Institut für Wirtschaftsforschung schon letztes Jahr errechnet, das bei einem weiterem Anstieg der Neuinstallationen die Belastung aus Solarstrom auf über 23 Mrd. Euro steigen wird. Man kann das ja einfach errechnen: Man macht eine Prognose über die Menge der installierten Solaranlagen und die Strommenge, die diese erzeugen werden. Dann braucht man noch den garantierten Preis (steht ja durch das EEG fest) und den Preis für konventionell erzeugten Strom. Dann kann man zu jedem Zeitpunkt errechnen, welche Mengen Solarstrom zu welchem Preise ins Netz eingespeist werden und wie hoch daraus die Mehrbelastung gegenüber konventionell erzeugtem Strom sein wird.

Nachdem die Rechnung des RWI für letztes Jahr diese Mehrbelastung mit gut 23 Mrd. Euro beziffert hat, kommen in der diesjährigen Rechnung für Ende 2013 satte

77.000.000.000 (77 Milliarden) Euro

Mehrbelastung für die Stromkunden heraus. Das RWI nennt das so schön Solarschulden.

77 Milliarden Euro über 20 Jahre verteilt sind mehr Förderung als die Steinkohle in Deutschland bekommen hat. Und man, was hat man auf der rumgehackt! Und auch pro Arbeitsplatz dürfte die Subvention höher sein als bei der Steinkohle. Ganz nebenbei lieferte die deutsche Steinkohle ein Beitrag zu Stromversorgung, der irgendwo im zweistelligen Prozentbereich lag, während die Solarenergie immer noch im Promillebereich herumkrebst ... Aber das nur am Rande, zurück zum Thema:

Warum dieser Anstieg der Solarschulden? Die Prognose für die Fläche von neu installiertem Fotovoltaik-Anlagen wurde massiv erhöht. 2008 wurden aus dem erwarteten 700 Megawatt neuer Fotovoltaikanlagen 1.500 und für 2009 liegt die Prognose sogar bei 3.000 Megawatt. Damit wird mehr Strom erzeugt und dann fließen mehr Subventionen. Warum dieser plötzliche Investitionswahn? Dazu mehr in Punkt 2.

Aber auch Ende 2013 werden in Deutschland wohl kaum mehr als 2% des gesamten Stromverbrauchs aus Fotovoltaik stammen. Wir haben dann also aus CO2-Sicht kaum etwas getan, aber unsere Stromrechnung schon um 77 Milliarden Euro nach oben geschoben. Wie soll die Rechnung denn erst einmal aussehen, wenn wir auf 100% CO2-freien Strom kommen wollen? Das endet dann ja in den Billionen!

2.) Dämliches Anpassungsverfahren für die Höhe der Einspeisevergütung:

Der Grund, warum jetzt auf einmal so viel Fotovoltaik gekauft wird, ist einfach: Die Preise sind komplett eingebrochen. Auslöser sind hier vor allem die Chinesen, die massiv in Fabriken zur Herstellung von Solarzellen investiert haben. [...]

Für den Besitzer von Dachflächen bedeutet diese Gemengelage steigende Renditen. Der Preis für die Anschaffung sinkt, die Erlöse bleiben konstant. Es gibt im Moment für den Besitzer von (ungenutzten) Dachflächen wohl keine sinnvollere Kapitalanlage als eine eigene Fotovoltaikanlage (siehe auch: FAZ: Über 7 Prozent Rendite im Jahr).

Aber soll das das Ziel der Fotovoltaik Förderung sein? Risikolose Renditen für Dachbesitzer? Oder sollte man nicht viel mehr erreichen, mehr CO2 zu verhindern? Ich meine letzteres.

[...]

EEG: Subventionen für China | egghat's blog
Freitag, März 28, 2008
EEG: Subventionen für China

[...] Nach dem geltenden EEG muss der Strom aus erneuerbaren Energien von den Energieversorgern abgenommen und mit einem festgelegtem Betrag vergütet werden. Für jede dieses Jahr neu installierte Solaranlage bekommt man 47 Cent je KWh Solarstrom. [...]

Ob man das unbedingt über den Strompreis machen muss oder das Ziel nicht auch mit Investitionszulagen erreichen könnte, ist eine systematische Frage und ich würde eher für's letztere plädieren. Denn das hätte auf jeden Fall einen Vorteil: Man könnte alle paar Jahre neue Schwerpunkte setzen und neue Anreize bieten. Und könnte Fehler aus den vorangegangenen Jahren korrigieren und müsste dafür nicht 20 Jahre zahlen.

[...]

Bei der Fotovoltaik passiert aber genau das nicht. Man kann sich ausrechnen, was die bereits installierten Solaranlagen noch kosten werden. Man kennt ja die installierte Menge pro Jahr und die Einspeisevergütung, die für diese Jahr galt. Daraus errechnet sich die erschreckende Summe von 23,3 Milliarden Solarschulden, die uns die Einspeisung von Strom aus Fotovoltaik noch kosten wird. Und das bei einem Anteil der Photovoltaik von 0,3% an der gesamten Stromerzeugung! Die Summe wird mit jeder neuen Anlage höher. Hat eigentlich mal jemand ausgerechnet was passiert, wenn 10% unseres Stroms aus Solarenergie kommen? Das ist ja komplett unbezahlbar.

[...]

Die Ausrede dafür ist einfach: Damit hätte man die boomende deutsche Solarwirtschaft gefördert. Nachdem ich schon am Anfang skeptisch war (damals kamen die Solarzellen von Sharp und Kyocera) ist es nach einer zwischenzeitlichen Pause, in der tatsächlich die Zellen aus Deutschland kamen, jetzt China, das Deutschland die Solarzellen liefert. Wie der Spiegel berichtet, kommt schon mehr als die Hälfte des deutschen Verbrauchs an Solarzellen aus dem Ausland. Die Lüge von den angeblich so vielen deutschen Arbeitsplätzen wird damit auch langsam ziemlich wacklig ...

Das Grundproblem ist natürlich einfach: Die Subventionen sind viel zu hoch. Daher lässt sich mit Solaranlagen richtig einfach richtig viel Geld verdienen. So viel, dass mein Musterdepotwert Colonia Real Estate inzwischen auf seine Häuser Solarzellen packt, weil es sich rechnet. Ökologische Gründe gibt es eigentlich keine.

Experten rechnen damit, dass 2010 die Kosten für eine Solarzelle nur noch gut die Hälfte der Einspeisevergütung betragen werden. Eine Solaranlage auf dem Dach wird also fast doppelt so viel Strom (=Geld) einbringen wie sie kostet. Natürlich nur für den Anlagenbesitzer, denn der Erlös wird ja zu mehr als 90% von den anderen Stromverbrauchern bezahlt. Denn das ist der Aufpreis, den jeder für den Solarstrom bezahlen muss. Etwa das Zehnfache des normalen Strompreises.

Aber macht es Sinn, dass jeder in jedem Teil des ziemlich regnerischen Deutschlands idiotensicher Geld verdienen kann? Sollte eine Subvention nicht eher so aussehen, dass man genau an den Grenzen zur Wirtschaftlichkeit die Nachfrage erhöht? Also so, dass am Oberrhein in Baden oder in der Pfalz, sprich den sonnigsten Regionen Deutschlands, eine Solaranlage Sinn macht, aber in anderen Regionen nicht? Wir fördern ja auch nicht die Windkraft mitten im windstillen Köln, sondern nur so weit, dass es sich an der Küste und auf Bergen im Mittelgebirge rechnet. Wir fördern auch nur die Herstellung von Biogas in Bauernhöfen und versuchen nicht das Methan aus jeder Haustoilette zu verwerten.

[...]

Die Solarzellen, die heute auf's Dach montiert werden, sind Subventionsgräber und werden in 5 Jahren genauso bescheuert wirken wie die Steinkohle heute. Wie ein Dinosaurier aus längst vergangenen Tagen, von denen eine Minderheit profitierte und die Mehrheit zahlen musste.

[...]

Jörges: "Ich habe das Ding vorher nicht gesehen." - Updated


Auch hier in Eisenach wurden die hübschen (?) bunten Heftchen von tollesthüringen.de verteilt:

Journalist wird unfreiwillig Wahlhelfer - Tollhaus Thüringen - Kultur - sueddeutsche.de
Tollhaus Thüringen
Journalist wird unfreiwillig Wahlhelfer

25.08.2009, 17:20 Von Marc Felix Serrao

Sonnige Erinnerungen, nebulöse Hintergründe: Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Chefredaktion des Sterns, schrieb für ein Heimatheft und wurde damit unfreiwillig zum Wahlhelfer für Dieter Althaus.

[...]

Ein Artikel, den Jörges nach eigenen Angaben lieber nie geschrieben hätte, zumindest nicht hier. Denn wie es scheint, ist der als politisch sehr strenger Kommentator bekannte Journalist mit seinem Text unfreiwillig zum Helfer des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) geworden, der an diesem Sonntag wiedergewählt werden will. Althaus kommt in dem vermeintlich unparteiischen Heft so unwahrscheinlich gut weg, dass sich inzwischen sogar die Bundestagsverwaltung mit der Publikation beschäftigt. Es geht um verdeckte Wahlkampfhilfe und den Verdacht illegaler Parteienfinanzierung. Aber der Reihe nach.

"Sentimentales Verhältnis" zu Thüringen

"Ich habe das Ding vorher nicht gesehen", sagt Jörges auf die Frage, wie sein Text ins Tolle Thüringen geraten konnte.

[...]

Jedwede Parteilichkeit des Heftes abgestritten

Presserechtlich verantwortlich ist laut Impressum Jochen Dersch. Der 57-Jährige war mal Bild-, dann Welt-Redakteur und arbeitet seit 1996 als freier Journalist und "Consultant". Für Aufmerksamkeit sorgte Dersch vor ein paar Jahren, als er Literaturklassiker in sehr schlichtes Deutsch übersetzte ("Goethe als Groschenroman"). Für die Proximusverlag GmbH, die das Tolle Thüringen herausgibt, ist er nach eigenen Angaben als Geschäftsführer und Chefredakteur tätig.

Im Gespräch streitet Dersch jedwede Parteilichkeit seines Hefts ab.
"Das Heft wirbt weder für die CDU noch für Herrn Althaus", sagt er -
"sondern für Thüringen".

[...]

(SZ vom 26.08.2009/jeder)



Die 3. und die 4. Umschlagseite wurden jedenfalls komplett an "Lotto Thüringen" verkauft.












Update 29.08.:

CDU unter Propaganda-Verdacht - Althaus und die verräterische ''Botenmitteilung'' - Landtagswahl Thüringen - sueddeutsche.de
CDU unter Propaganda-Verdacht
Althaus und die verräterische "Botenmitteilung"

29.08.2009, 11:51 Von Michael König, Berlin

[...]

Mitte August wurde Tolles Thüringen kostenlos an eine Million Haushalte in ganz Thüringen verteilt. Die Titelgeschichte des 44 Seiten starken Heftes ist ein "Exklusiv-Interview zu Gerüchten, Hoffnungen, Wünschen und zum Leben als First Lady" mit Katharina Althaus. Auf sechs Seiten wird die Gattin des Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) zu brisanten Themen wie der Zahl von Schuhen in ihrem Kleiderschrank befragt.

[...] Die thüringische Opposition wirft den Machern des Blattes Parteilichkeit vor - und der CDU verdeckte Wahlkampfhilfe und illegale Parteienfinanzierung. Schließlich haben etliche Unternehmen, darunter Lotto-Thüringen, in der Publikation Anzeigen geschaltet. Die Bundestagsverwaltung ermittelt, hat aber bislang "keine Anhaltspunkte", wie eine Sprecherin sagt.

"Ungeheuerlicher Verdacht"

Die CDU weist den Vorwurf zurück. Auch die Proximusverlag GmbH, die Tolles Thüringen herausgibt, betont, das Medium sei überparteilich. "Es wirbt weder für die CDU noch für Herrn Althaus, sondern für Thüringen", sagt der presserechtlich verantwortliche Chefredakteur Jochen Dersch. Er sei kein CDU-Mitglied, und von seinen Geldgebern - laut Dersch einige Thüringer Unternehmer und Privatpersonen, die aber anonym bleiben wollten - wisse er es nicht.

Den Grünen ist nun eine "Botenmitteilung" zugespielt worden, darin ein Hinweis an alle Verteiler der Zeitung. Darin heißt es: "Sehr geehrte Zusteller/innen, wir möchten Sie hiermit darüber informieren, dass sie am Mittwoch, den 19.08.09, neben den üblichen Werbungen Wahlwerbungen der Thüringer CDU erhalten. Dabei handelt es sich um eine CDU-Zeitung sowie einen CDU-Flyer."

[...]

Sonntag, 23. August 2009

Es ist verboten...

...Kinder zu Erziehungszwecken in den Hintern zu beißen:

Keine Pobisse zu Erziehungszwecken « Im Namen des Volkers
Ein Beißen eines Kindes in das Gesäß zu Erziehungszwecken stellt eine unzulässige körperliche Bestrafung und eine entwürdigende Erziehungsmaßnahme dar.

ThürOLG FamRZ 2003, 1319

Aus den Gründen

[...]

Für den Senat war ausschlaggebend, dass der Kindesvater bei den Pobissen irrig von einem geeigneten Erziehungsmittel ausging, er dann aber erkannt hat, dass ein Umdenken erforderlich ist, und er davon Abstand genommen hat, Kindern zur Bestrafung in den Po zu beißen.

[...]